Microsoft will seine Datacenter-Kapazitäten weniger rasant ausbauen als bisher geplant. Das
berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf mit dem Thema vertraute Personen. Demnach sollen sich einige Neubau-Projekte aktuell in der Schwebe befinden. Das läuft der bisherigen Strategie zuwider. Immerhin hatten die Redmonder erst im vergangenen Januar angekündigt, allein 2025 80 Milliarden Dollar in den Bau und Ausbau von KI-Rechenzentren investieren zu wollen ("Swiss IT Magazine"
berichtete). Jetzt soll der Konzern mehrere Projekte rund um den Globus aber entweder komplett gestoppt oder aber auf Eis gelegt haben. Unter anderem in Grossbritannien, Australien sowie mehreren an Standorten in den USA.
Die Gründe dafür sind vielschichtig. Laut "Bloomberg" sind teils langwierige Verhandlungen oder auch baubedingte Anforderungen schuld. Ein Microsoft-Sprecher hält sich gegenüber dem Nachrichten-Dienst bezüglich der konkreten Hintergründe bedeckt, bestätigt allerdings die Planänderungen.
Gleichwohl gibt es aber auch Stimmen, die dem vor allem dem KI-Markt eine Überhitzung attestieren.
Microsoft könnte somit seine Strategie an die geringere Nachfrage anpassen. Erst vor wenigen Tagen hatten Analysten von TD Cowen von Überkapazitäten berichtet (
via "Reuters"). Gleichzeitig soll der 80-Milliarden-Dollar-Plan aber weiterhin auf Spur sein. Die Mittel könnten somit vor allem in den Ausbau bestehender Standorte fliessen und nicht zwangsläufig in den Bau komplett neuer Rechenzentren.
(sta)