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Auch Australien schmeisst Kaspersky raus
Quelle: Kaspersky

Auch Australien schmeisst Kaspersky raus

Regierungseinrichtungen in Australien sind per 1. April 2025 verpflichtet, die Installation von Produkten und Webdiensten von Kaspersky auf sämtlichen Systemen und Geräten zu unterbinden und bereits vorhandene Installationen zu entfernen.
26. Februar 2025

     

Die australische Regierung verbietet fortan die Benutzung von Produkten aus dem Hause Kaspersky. Auf der Website des australischen Innenministeriums ist im Rahmen einer Verordnung zu lesen, dass australische Regierungseinrichtungen verpflichtet seien, "die Installation von Produkten und Webdiensten von Kaspersky Lab auf sämtlichen Systemen und Geräten der australischen Regierung zu unterbinden und bereits vorhandene Installationen zu entfernen." Man adressiere mit dem Schritt ein sicherheitsrelevantes Risiko für den Commonwealth. Die Weisung erfolgt per 1. April 2025.

Australien folgt damit dem Beispiel unter anderem aus den USA, wo Kaspersky-Produkte bereits seit Sommer 2024 nicht mehr auf Regierungsrechnern geduldet sind. Hintergrund sind Vorwürfe, wonach der Sicherheitsspezialist enge Banden zur russischen Regierung unterhält, was seitens Kaspersky stets bestritten wurde. Kaspersky versucht derweil, mit Transparenz-Initiativen und der Verlagerung von Infrastruktur in die Schweiz allfällige Bedenken der Kunden zu zerstreuen – im Falle von Australien offenbar erfolglos. Gemäss Kaspersky sei die Entscheidung der australischen Regierung rein politisch motiviert. (mw)


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Kommentare
Man kann sich solche Fragen zum Informationsschutz grundsätzlich für jeden Anbieter - und nicht nur Virenschutz - stellen. Jedes Land hat heute Partikularinteressen an Informationen zu kommen. Wir vergessen, dass die Geräte, die wir täglich praktisch alle nutzen, selbst Datenbasis bieten, nebst ihrer protokollierbarkeit der Geografischen Daten. Wenn wir genau sind, so sollten wir uns viel mehr Gedanken darüber machen, was wir überhaupt nutzen und was wir selbst verbreiten. Die grossen Anbieter, Microsoft, Apple, Google, Meta und weitere, greifen bereits heute selbst massiv in die Privatsphäre der Nutzer ein, analysieren Daten und senden Erkenntnisse (offiziell nur) an ihre Server. Wieso eigentlich? Und dann wird davon gesprochen, dass Kaspersky zu Nah am Kreml ist? Denken Sie mal darüber nach, was die USA mit all den Daten macht, die Sie "ganz offiziell" über den Cloud Act analysiert und sammelt. Und mich würde nicht wundern, dass auch in der EU, wie auch in der Schweiz, bereits Daten en Masse gesammelt und gehortet werden, alles natürlich unter dem Deckmänteli der Sicherheit. Ha-Ha, dass ich nicht lache....
Mittwoch, 26. Februar 2025, K. Ritiker



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