Herzliche Gratulation zum Swiss ICT Newcomer Award 2016! Ist dieser Preis für Sie beide eine Überraschung?Yann Cotte: Es ist eine echte Überraschung! Ich habe es persönlich nicht erwartet. Die Konkurrenz war gross.
Lisa Pollaro: Es fühlt sich grossartig an. Wir sind sehr stolz.
Sie studierten beide an der ETH Lausanne (EPFL). Sie beide starteten gleich nach dem Doktorat in das Abenteuer Nanolive. Wie kam es dazu?Cotte: Wir hatten die Chance, während unserem Doktorat eine bahnbrechende Entdeckung machen zu dürfen. Zudem gibt es ein tolles Umfeld an der EPFL, welches Innovationen und junge Unternehmen fördert. Der Innovationspark wächst und wächst. Wir sind sehr froh, Teil dieser Entwicklung zu sein.
Was war für Nanolive bisher die grösste Herausforderung?Pollaro: Alles ist eine grosse Herausforderung: Investments, Hardware Entwicklung, Team, Produktion, Verkauf. Es braucht eine ganz viel Motivation und eine klare Vision. Aber wenn du siehst, dass du erreichen kannst wovon du geträumt hast, dann gehen die schwierigen Momente vergessen.
Was waren die entscheidenden Momente für den Durchbruch von Nanolive?Cotte: Es gab sicher mehrere Momente, in denen die Münze auf die eine oder andere Seite hätte fallen können. Die Akkumulation dieser Momente, in der die Münze auf die richtige Seite gefallen ist, hat es ausgemacht. Es gab lange Nächte im Labor, wir hatten viele Pitches für Investoren und zuletzt auch das Glück, die richtigen Leute gefunden zu haben. Wir bekamen immer wieder Feedbacks, die uns auf die richtige Spur brachten.
Kurzbeschrieb
Mit Nanolives Mikroskop "3D Cell Explorer"» und der Software "STEVE" ist es erstmals möglich, eine lebende Zelle in 3D zu erforschen, ohne diese zu beschädigen. Damit könnten bestehende Regeln in der Forschung sowie in der Medtech-, Biotech- und Kosmetik-Industrie komplett verändert werden. Das Mikroskop mit der revolutionären, weltweit einzigartigen und patentierten Technologie arbeitet ähnlich wie ein MRT/CT-Scan für den menschlichen Körper und ist zudem rund 20 Mal günstiger in der Anschaffung als herkömmliche Mikroskope mit vergleichbarer Auflösung.