Jazoon: Einmal Java retour

Auch die zweite Ausgabe der Java-Entwickler-Messe Jazoon in Zürich war ein Erfolg. Die nächste Ausgabe im Juni 2009 wird bereits geplant.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2008/13

     

Zum zweiten Mal rief die Java-Konferenz Jazoon vom 23. bis 26. Juni Java-Entwickler und Hersteller ins Zürcher Einkaufszentrum Sihlcity. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Teilnehmerzahl um 6 Prozent auf 850, was allerdings etwas weniger war als erhofft. Nichtdestotrotz sind die Veranstalter zufrieden, wie Konferenzmanager Jürg Eberhard von Keynode gegenüber unserer Schwesterzeitschrift «IT Reseller» erklärt. Insofern verwundert es nicht, dass es im nächsten Jahr an gleicher Stelle zwischen 22. und 25. Juni zu einer Neuauflage der Jazoon kommen wird.
Das Programm drehte sich hauptsächlich um Java, wobei Vorträge und Workshops zu verschiedensten Themen vom Application Server Glassfish über das Handybetriebssystem Android bis hin zu klassischen Java-Themen wie Build-Systeme oder Frameworks angeboten wurden. Aber auch eher Java-fremde Themen wie RIA mit Adobe Flex und AIR kamen zum Zug.



Für thematische Abwechslung sorgten unter anderem die Eröffnungskeynotes. Martin Odersky von der ETH Lausanne stellte die von ihm entwickelte Programmiersprache Scala vor, die auf der JVM basiert und eine einzelne Lösung für viele Aufgabenfelder darstellen soll, die heute mit verschiedenen Programmiersprachen wie Java oder SQL beakkert werden. Simon Phipps, Chief Open Source Office bei Sun, sprach dagegen von der Entwicklung von Open Source, wie sie den Software-Markt verändert und sich Sun den neuen Gegebenheiten anpasst. Zurück zu Java kam dann wieder Rod Johnson, Präsident und CEO von SpringSource. Er beschäftigte sich mit der Frage, woher die Innovation bei Enterprise Java kam, kommen wird und warum sich Programmierer immer stärker für alternative Technologien wie Ruby on Rails interessieren. Dabei kam er zum Schluss, dass Java seit Spring und Hibernate nicht signifikant produktiver geworden ist.
An der kleinen Ausstellung, die um die Konferenz herum stattfand, präsentierten sich die Sponsoren wie Elca, Google oder Credit Suisse. Diese waren aber oftmals weniger am Vermarkten der eigenen Produkte als am Anwerben von qualifiziertem Personal interessiert.




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