Strassenpreise - Beamer werden immer billiger

Steigende Produktionsvolumen drücken die Preise für die in Europa vor allem fürs Heimkinoerlebnis äusserst beliebten Frontprojektoren.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2005/05

     

Vor allem in Europa sind Beamer derzeit äusserst beliebt. Im vergangenen Jahr stieg die verkaufte Stückzahl bei uns um 480'000 auf 1,37 Millionen. Dies entspricht einem Wachstum von fast 54 Prozent im Vergleich zu 2003. In Amerika sind die Frontprojektoren demgegenüber nicht ganz so populär, hier bevorzugen viele die Rückprojektionsgeräte. Darum stieg in Nord- und Südamerika der Beamer-Absatz auch nur um 38 Prozent auf 1,35 Millionen Stück. Diese Zahlen haben die Marktforscher von Pacific Media Associates ermittelt.
In Europa fanden vor allem Geräte fürs Heimkino reissenden Absatz, so die Marktforscher. Zudem tragen auch die neuen EU-Länder sowie eine Distributionslandschaft, die sich von Unterhaltungselektronik Richtung IT verschiebe, zum überdurchschnittlichen Wachstum bei.





Angeheizt wird der Beamer-Boom aber in erster Linie durch die stetig sinkenden Preise. Auf der anderen Seite kann durch den steigenden Absatz das Produktionsvolumen erhöht werden, was die Preise weiter sinken lässt. In einem solchen Umfeld ist ein Preisrückgang von 25 Prozent pro Jahr normal. Alleine im vergangenen Monat sind nun die Beamer-Preise um bis zu 11 Prozent gesunken. Mit ein Grund für den derzeit überdurchschnittlichen Preisnachlass dürfte die bevorstehende Cebit sein, wo viele Hersteller
ihre kommenden Geräte präsentieren werden.






Im untersten Preissegment dürfte inzwischen aber das Preislimit mit rund 1000 Franken erreicht sein, kosten doch alleine die Lampen um die 400 Franken. Hier rechnen die Hersteller, laut der deutschen Branchenzeitschrift ComputerPartner noch mit Abschlägen in der Grössenordnung von 20-Franken-Schritten. ComputerPartner ist generell skeptischer als die Marktforscher, was die Preisentwicklung betrifft. Schliesslich stehen die Lichtschleudern im Heimsegment immer mehr in Konkurrenz zu grossen Flachbildschirmen. In vielen Wohnungen sei schlicht kein Platz für die grossen Projektionsflächen, so das Argument der Deutschen.




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